Timo Werner – ein Torjäger am Scheideweg

Timo Werner – ein Torjäger am Scheideweg

Quelle: Julien Wolff, welt.de

Beim FC Chelsea steht der deutsche Stürmer in Konkurrenz mit Weltklassespieler Romelu Lukaku. In der Nationalelf schreibt der neue Bundestrainer Hansi Flick dem Angreifer eine Schlüsselrolle zu. Doch auch hier muss sich Timo Werner noch beweisen.

Seine große Mission hat er in einem Satz zusammengefasst. „Back on top“, zurück an die Weltspitze, steht auf einem Motivations-Zettel, den Hans-Dieter „Hansi“ Flick seinen Spielern in diesen Tagen im Hotel der Nationalelf in Hamburg immer wieder zeigt.

Am Freitag (20.45 Uhr, RTL) spielt Deutschland im ausverkauften Volksparkstadion in der Qualifikation für die WM 2022 in Katar gegen Rumänien, 25.000 Zuschauer sind zugelassen. Flick fordert von den Profis, die Teilnahme an dem Turnier so bald wie möglich perfekt zu machen. Er brennt darauf, sich dem nächsten Ziel zu widmen: Bei dem Winter-Turnier im Wüstenstaat mit dem Team um den Titel zu spielen.

Mit Siegen gegen die Rumänen und am folgenden Montag in Skopje gegen Nordmazedonien könnte sich der viermalige Weltmeister Deutschland vorzeitig qualifizieren.

Eine wichtige Rolle soll Timo Werner spielen. In jedem der drei ersten Länderspiele unter dem neuen Bundestrainer erzielte der Stürmer des FC Chelsea einen Treffer. In einem der Trainings in Hamburg nahm sich Flick den Angreifer zur Seite und erklärte ihm, wie er seine Positionierung auf dem Rasen und seine Laufwege optimieren kann.

Flick tauschte sich zuletzt auch viel mit Chelseas Trainer Thomas Tuchel aus, das 0:1 der Londoner gegen Manchester City verfolgte er auf der Tribüne. Eine Erkenntnis der beiden Trainer: Werner kann auch als Mittelstürmer fungieren. Tuchel stellte ihn zuletzt neben Romelu Lukaku als zweiten Angreifer auf, in diesem System spielte Werner noch offensiver als der belgischen Startstürmer.

Flick setzte in der deutschen Offensive zuletzt auf Werner, Leroy Sané und Serge Gnabry. Das zahlte sich aus: In drei Spielen kam Deutschland auf zwölf Treffer, acht davon erzielte das Trio. Unter Joachim Löw waren die drei bei der enttäuschenden EM im vergangenen Sommer ohne Tor geblieben.

„Es geht rauf und runter“

Flick versteht es, Spieler aufzubauen, die in den vergangenen Monaten Probleme hatten. Zuerst gelang ihm das bei Sané vom FC Bayern, jetzt bei Werner. „Man hat schon im September gesehen, dass Hansi an ihn glaubt“, sagte Oliver Bierhoff, Direktor der Nationalmannschaft im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der einstige Angreifer weiß, wie schwierig die vergangenen Wochen für Werner waren. „Es geht gerade als Stürmer rauf und runter.“

Werner ist bald fünf Jahre Nationalspieler, kommt in 45 Länderspielen auf 19 Tore. Mit Chelsea gewann der 25-Jährige im vergangenen Mai die Champions League, es war der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Doch er hat es bei dem Topklub schwer, sein erstes Jahr bei Chelsea stellte ihn vor große Herausforderungen.

Vor dieser Saison kaufte Chelsea Lukaku für rund 115 Millionen Euro von Inter Mailand. Werner sitzt seitdem auch immer mal wieder auf der Ersatzbank. Das sei nicht angenehm, sagte er diese Woche, die Situation schwierig. Beim 3:1 gegen den FC Southampton am siebten Spieltag am vergangenen Wochenende spielte er erst zum dritten Mal von Beginn an, das 2:1 war sein erstes Saisontor in der Premier League.

Von Flick und dessen Assistent Danny Röhl erhält Werner positives Feedback. „Er kann sehr zufrieden sein und ist bei Chelsea auf einem sehr gutem Weg“, sagte Flick Donnerstag auf Frage von WELT über Werners Entwicklung. „Chelsea hat eine Mannschaft, in der es nicht so einfach ist zu spielen. Das erfährt auch Kai Havertz. Man muss in einer Karriere durch Täler und gestärkt daraus gehen.“ Generell liege es immer am Spieler selbst. „Wir Trainer können nur unterstützen“, so Flick.

Selbstvertrauen stärken

Seit Werner im Sommer 2020 für über 50 Millionen Euro von RB Leipzig nach London wechselte, erkannte ihm der Video-Assistent in England bereits 16 Tore ab – Rekord. Trotz seiner zuletzt mitunter guten Leistungen sagen viele: Der lässt immer noch zu viele Chancen aus, in der Nationalelf und bei Chelsea. Die Partie gegen Rumänien, den 42. der Weltrangliste, dürfte für Werner wichtig werden, um sein Selbstvertrauen zu stärken.

Es ist eine bewegte Karrierephase für Werner derzeit. Kürzlich wechselte er seinen Berater. Bislang ließ er sich von dem ehemaligen Nationalspieler Karl-Heinz Förster beraten, nun von der Agentur Sports360. Er habe das getan, um eine neue Sichtweise auf seine Situation zu haben.

Sein Vertrag bei Chelsea gilt bis 2025. Der „Telegraph“ berichtet, Werner habe sich ein Ultimatum gesetzt haben, um mit Blick auf seine Einsatzzeiten eine Entscheidung über seine Zukunft treffen zu wollen. „Natürlich kann ich nicht zufrieden sein, wenn ich nicht spiele. Natürlich will ich bei einer großen Mannschaft Stammspieler sein“, sagte Werner in einer Presserunde Mitte der Woche. „Ich sage aber nicht, dass ich unbedingt weg will, wenn ich nicht zehn oder 15 Spiele bis Weihnachten von Anfang an mache. Im Fußball geht es relativ schnell. Ich muss das Gesamtbild betrachten, um meine Entscheidung zu treffen.“

Über die vergangenen Wochen sagte er: „Das war mal wieder nach langen Jahren eine andere Situation, dass man ein bisschen hintendran war und man sich wieder herankämpfen muss.“

Einen Mittelstürmer im klassischen Sinne haben sie in der Nationalelf nicht. Dafür viele vielseitig einsetzbare Offensivakteure und Jungstars wie Florian Wirtz von Bayer Leverkusen. „Wir haben einen sehr guten Konkurrenzkampf aufgrund der Qualität der Spieler“, sagte Bierhoff. „Wir sind auf allen Positionen mehrfach gut besetzt. Jeder will natürlich spielen. Es ist Grundvoraussetzung für eine Mannschaft, dass sich jeder im Wettkampf mit den Mitspielern steigert.“

Gegen Rumänien will Werner zeigen, dass er sich zurecht festgespielt hat in einer Mannschaft, die einen laufstarken und schnellen Spieler wie ihn braucht.

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