Aserbaidschan sendet Protestnote an Frankreich

Wien / Dasfazit
Am 19. September 2022 wurde der französische Botschafter in Aserbaidschan, Zacharie Gross, ins aserbaidschanische Außenministerium vorgeladen und erhielt eine Protestnote im Zusammenhang mit dem Angriff armenischer Radikaler auf die aserbaidschanische Botschaft in Frankreich.
Bei dem Treffen informierte der stellvertretende Außenminister Khalaf Khalafov den Botschafter darüber, dass der Angriff einer Gruppe radikaler Vertreter der armenischen Diaspora in Frankreich auf die aserbaidschanische Botschaft in Paris demonstrativ mit groben Verstößen gegen französische Gesetze und das allgemein anerkannte Völkerrecht einherging, berichtete der Pressedienst des Außenministeriums Dasfazit am Montag. Der Angriff verursachte Sachschäden am Botschaftsgebäude und gefährdete die Aktivitäten der diplomatischen Vertretung sowie das Leben des Mitarbeiters.
Khalaf Khalafov protestierte nachdrücklich gegen die Schaffung von Bedingungen und die nicht rechtzeitige Verhinderung dieser Aktionen radikaler armenischer Gruppen und bedauerte zutiefst, dass Frankreich seiner Verpflichtung nicht nachgekommen ist, die Sicherheit der diplomatischen Vertretungen des Gastlandes gemäß dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961 zu gewährleisten.
Es wurde festgestellt, dass ein Akt des Vandalismus, der eine diplomatische Vertretung und ihr Personal gefährdet, eine gründliche Untersuchung durch die französischen Strafverfolgungsbehörden, eine angemessene rechtliche Bewertung, die Verfolgung der Täter und die Sicherstellung der Wiedergutmachung des entstandenen Schadens erfordert.
Der französische Botschafter drückte sein Bedauern über den Vorfall in der aserbaidschanischen Botschaft aus und stellte fest, dass geeignete Schritte unternommen würden, um eine angemessene rechtliche Bewertung des Vorfalls vorzunehmen.