Frühlingskonzert „Seiten der Geschichte“ in Wien
Am 26. April 2026 fand in Wien, im Aserbaidschanischen Kulturzentrum eine Veranstaltung statt, die dem 120. Geburtstag des herausragenden sowjetischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Volkskünstlers Aserbaidschans, Dmitri Schostakowitsch sowie dem fünfjährigen Jubiläum der Zusammenarbeit der Wiener Musikschule „Musik macht Freude“ mit der Wiener Tanzschule „Sun Dance Company“ gewidmet war. Die Veranstaltung wurde erfolgreich von der Musikschule „Musik macht Freude“ mit Unterstützung des Aserbaidschanischen Kulturzentrums in Wien und der Tanzschule „Sun Dance Company“ organisiert.
Mit einer Eröffnungsrede eröffnete die Gründerin und Leiterin der Musikschule, Farah Tahirova, den Musikabend. Sie sprach über die fünfjährige kreative Zusammenarbeit mit der „Sun Dance Company“, sowohl bei internationalen Festivals als auch bei Jahreskonzerten. Frau Tahirova bemerkte zudem, dass der 26. April auch der Geburtstag des legendären Botschafters Aserbaidschans in Österreich, Fuad Ismayilov, ist. Sie würdigte ihn als außergewöhnlichen Menschen und professionellen Diplomaten und hob seine Rolle bei der Entwicklung der aserbaidschanisch-österreichischen diplomatischen und kulturellen Beziehungen hervor. Besonders betonte sie seine persönliche Initiative bei der Wiener Inszenierung der Operette „Arschin mal alan“ von Üzeyir Hajibeyli in deutscher Sprache im Jahr 2006 sowie seine Schlüsselrolle bei der Errichtung eines Denkmals für den großen aserbaidschanischen Komponisten Üzeyir Hacibeyli im Wiener Donaupark. In ihrer Rede bezeichnete Tahirova die Amtszeit von Fuad Ismayilov (2005–2011) als eine „goldene Ära“ der dynamischen Entwicklung der politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und Aserbaidschan.
Im Anschluss wurde ein kurzer Kinderfilm über Dmitri Schostakowitsch gezeigt. Danach hielten einige Schülerinnen und Schüler Vorträge über Schostakowitschs Leben und hoben insbesondere seine Verbindungen zur aserbaidschanischen Musikkultur sowie seinen Einfluss auf die Entwicklung der aserbaidschanischen Komponistenschule hervor. Besonders interessant waren Beiträge über die 10. Symphonie des Komponisten, deren dritter Satz ein Thema enthält, das seiner Lieblingsschülerin, der bekannten aserbaidschanischen Komponistin Elmira Nazirova, gewidmet ist.
Die Kinder berichteten auch über Schostakowitschs Reisen nach Österreich, Aserbaidschan, Ukraine, Georgien und in die Türkei. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Studienjahren der führenden Vertreter der aserbaidschanischen Komponistenschule, Gara Garayev und Jövdat Hajiyev, am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Schostakowitsch sowie auf ihrer späteren Freundschaft. Alle Präsentationen wurden von Diashows begleitet, die auf reichhaltigem Archivmaterial basierten.
Im künstlerischen Teil des Abends wurde ein originelles Konzertprogramm mit Duetten, Trios und Ensembles (Klavier, Violoncello, Gesang und Tanz) präsentiert. Es umfasste sowie die Schostakowitschs Werke, als auch die Werke aserbaidschanischer, europäischer und russischer Komponisten, darunter Stücke aus Kinderklavierzyklen von Gara Garayev und Jövdat Hajiyev ( „Sad Story“, „Wiegenlied“ aus dem Ballett „Der Weg des Donners“ von Gara Garayev und „Legende“ von Jövdat Haciyev)
Die Tanzschule „Sun Dance Company“ bereicherte den Abend mit zwei originellen Choreografien der bekannten Choreografin Lyudmila Detkova, aufgeführt von Anastasiya Detkova und anderen jungen Tänzerinnen.
Zum Abschluss dankte Tahirova der Direktorin des Aserbaidschanischen Kulturzentrums, Leyla Gasimova, für ihre Unterstützung des Projekts. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Botschaft Aserbaidschans in Österreich sowie Vertreter verschiedener in Wien lebender Diasporagruppen teil. Ehrengast des Abends war der Leiter des Kinder-Jugendchors der Wiener Staatsoper, der österreichische Dirigent Johannes Mertl.