Aserbaidschanische und deutsche Experten diskutierten in Cottbus über die Zukunft intelligenter Städte - FOTO
Am 5. Juni fand in der deutschen Stadt Cottbus eine Konferenz statt, die von der Allianz der Aserbaidschaner in Deutschland, der Aserbaidschanischen Universität für Architektur und Bauwesen, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) sowie dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) organisiert wurde. Im Rahmen der Konferenz fanden unter Beteiligung von Vertretern der genannten wissenschaftlichen Einrichtungen und Experten ausführliche Diskussionen zum Thema „Die Rolle der Bildung bei der Entwicklung intelligenter Städte: Herausforderungen und Perspektiven” (Smart Education in Smart Cities: Challenges and Solutions) statt.

Bei den Gesprächen über die Beiträge von Bildungseinrichtungen zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung in den intelligenten Städten, in denen moderne Technologien und innovative Ansätze eingesetzt werden, sowie zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen wurde die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit besonders hervorgehoben. In diesem Zusammenhang informierten die akademischen Mitarbeiter der Aserbaidschanischen Universität für Architektur und Bauwesen und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie in diesem Bereich tätige Experten über eine neu geschaffene Kooperationsplattform.
Ziel dieser Plattform ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen der Republik Aserbaidschan und der Bundesrepublik Deutschland auszubauen sowie Fragen der Innovation und nachhaltigen Entwicklung gemeinsam zu erörtern. Während der Diskussionen wurde auch über die Ausbildung von Fachkräften in den Bereichen Infrastruktur, Bauwesen und Architektur gesprochen, die den modernen Anforderungen entsprechen, sowie die Möglichkeiten, wie diese Fachkräfte in Zukunft zur Wirtschaft beider Länder beitragen können.
Wir versuchten, von den an der Veranstaltung teilnehmenden Mitgliedern des akademischen Personals der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg ihre Einschätzungen zu den Kooperationsrichtungen sowie zu den Perspektiven zu erhalten. In einem Interview sprach Dr. Eduard Völker von der Brandenburgischen Technischen Universität über die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Aserbaidschans und Deutschlands sowie über die Ausbildung von Fachkräften.
„Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen verfügt über ein sehr hohes Potenzial. Die Teilnahme der Studierenden an Austauschprogrammen sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte sind tatsächlich von großer Bedeutung und sehr nützlich. Dies trägt in jedem Fall dazu bei, beide Länder voranzubringen und ihre Beziehungen weiter zu vertiefen.“

Eduard Völker - Forscher an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU)
Der Professor der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Sylvio Simon, ging seinerseits auf die geplante Zusammenarbeit zwischen den Bildungs- und Forschungseinrichtungen Aserbaidschans und Deutschlands im wissenschaftlich-technologischen Bereich ein.
„Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Allein die wissenschaftlichen Leistungen der Mitarbeiter, die in meiner Fakultät ihren Doktortitel erworben haben, zeigen, dass sie hervorragende Fachkräfte sein können.”

Sylvio Simon – Professor an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU)
Über die neu entstehende Kooperationsplattform zwischen der Aserbaidschanischen Universität für Architektur und Bauwesen, der Brandenburgischen Technischen Universität und dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Deutschland sagte die Professorin der Universität, Constanze Tschöpe, Folgendes:
„Ich sehe das sehr positiv und freue mich darüber. Außerdem bin ich froh, dass wir zu den Initiatoren dieses Vorhabens gehören konnten. Natürlich wünsche ich mir, dass diese Zusammenarbeit in Zukunft noch intensiver und tiefgehender wird und dass viele gemeinsame Ideen und Projekte entstehen.”
Frau Tschöpe erklärte, dass die Bündelung der Erfahrungen wissenschaftlicher Einrichtungen und der Industrie den größten Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen leistet, die in den intelligenten Städten der Zukunft entstehen.
„Meiner Meinung nach gibt es auf jeder Seite – sowohl an den Universitäten als auch am Institut – so reichhaltige Erfahrungen und Know-how in unterschiedlichen Bereichen, dass es sehr vorteilhaft wäre, diese durch eine solche Zusammenarbeit zusammenzuführen.”
„Meiner Ansicht nach wird dadurch eine sehr produktive Partnerschaft entstehen, und wie ich bereits erwähnte, können aus dieser Zusammenarbeit sehr schöne und erfolgreiche Projekte hervorgehen. Genau aus diesem Grund sehe ich ein großes Potenzial darin, das heute hier vorgestellte Wissen und die Kompetenzen der Beteiligten für ein gemeinsames Ziel zu bündeln.”

Constanze Tschöpe – Professorin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS)