Iran sagt, dass fast 80% der Tankstellen nach Cyberangriff wiederhergestellt wurden
Wien / Dasfazit
Die iranischen Behörden planen, den Betrieb von Tankstellen im Land, die am Dienstag von Cyberangriffen und Fehlfunktionen betroffen waren, bis Ende Mittwoch vollständig wiederherzustellen.
Wie der Leiter des Nationalen Unternehmens für die Raffination und den Vertrieb von iranischen Erdölprodukten Jalil Salari gegenüber IRNA sagte, arbeiten derzeit 80 % der Tankstellen des Landes normal, berichtet Dasfazit mit Bezug auf TASS.
Wir sprechen von Tankstellen, die an ein elektronisches System für den Verkauf von Kraftstoff nach Quoten angeschlossen sind. Sie wurde am Tag zuvor angegriffen. Salari sagte, dass etwa 300 Spezialistenteams im ganzen Land daran arbeiten, das System wieder in Betrieb zu nehmen.
"Wenn sich alles ohne Probleme erholt, werden wir bis morgen analysieren und zusammenfassen, was passiert ist. Wir planen, in Zukunft bis zu 30% der Tankstellen in der Provinz Teheran an das Quotensystem anzuschließen", fügte er hinzu.
Am Dienstag bestätigte eine dem Obersten Nationalen Sicherheitsrat nahestehende Quelle dem IRIB-Sender, dass ein Cyberangriff die Ursache für die Störung von Tankstellen im ganzen Land war. Software für Verkaufsquoten wurde unterbrochen. Die Behörden untersuchen weiterhin, woher und von wem der Angriff kam.
Der Iran hat ein System zum Verkauf von Kraftstoff zu Vorzugskontingenten, auf das alle Einwohner des Landes Anspruch haben. Um dieses Programm umzusetzen, ist es notwendig, eine Tankkarte zu erhalten, die das Recht zum Kauf von Benzin zu einem Preis von 15.000 iranischen Rial pro Liter (ca. 0,05 USD zum aktuellen Marktpreis) gibt. Die Höhe des Kontingents beträgt im Durchschnitt etwa 60 Liter pro Monat und Person, kann aber für Vertreter bestimmter Berufe erhöht werden. Ohne Tankkarte betragen die Benzinkosten 30.000 iranischer Rial pro Liter (ca. 0,1 US-Dollar).