Inflationsrate in Europa wird laut Prognose zum Jahresende ihren Höhepunkt erreichen
Wien / Dasfazit
Die Inflationsrate wird im Jahr 2022 in der EU voraussichtlich bei 9,3 Prozent und in der Eurozone bei 8,5 Prozent liegen, berichtet Dasfazit über die Europäische Kommission.
"Höher als erwartete Inflationswerte in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 und ein breiterer Preisdruck dürften den Inflationshöhepunkt auf das Jahresende verschoben und die Jahresprognose der Inflationsrate angehoben haben", heißt es in dem Bericht.
Nach den Prognosen der Kommission wird die Inflation im Jahr 2023 zwar zurückgehen, aber mit 7 Prozent in der EU und 6,1 Prozent in der Eurozone hoch bleiben.
Gleichzeitig wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2024 auf 3 Prozent in der EU und 2,6 Prozent in der Eurozone zurückgehen wird.
"Im Vergleich zur Sommerprognose bedeutet dies eine Aufwärtsrevision um fast einen Prozentpunkt für 2022 und um mehr als zwei Punkte für 2023. Die Revisionen spiegeln vor allem die deutlich höheren Großhandelspreise für Gas und Strom wider, die Druck auf die Energiepreise im Einzelhandel sowie auf die meisten Waren und Dienstleistungen im Warenkorb ausüben", heißt es in dem Bericht weiter.
Unterdessen wird das BIP-Wachstum im Jahr 2022 in der EU 3,3 Prozent und in der Eurozone 3,2 Prozent erreichen. Für 2023 wird ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent in der EU und der Eurozone erwartet, bevor es sich bis 2024 allmählich erholt und im Durchschnitt 1,6 Prozent in der EU und 1,5 Prozent in der Eurozone beträgt.