Vier Regionen in Deutschland werden die Covid-Isolierung aufheben
Wien / Dasfazit
Vier deutsche Bundesländer mit mehr als 33 Millionen Einwohnern haben beschlossen, die obligatorische Selbstisolierung für mit dem Coronavirus infizierte Bürger in naher Zukunft abzuschaffen. Das teilte die hessische Landesregierung am Freitag auf ihrer Website mit, berichtet Dasfazit.
Nach den bisher in ganz Deutschland geltenden Vorschriften musste jeder, der einen positiven PCR-Test auf Covid hatte, mindestens fünf Tage lang isoliert werden. Vier Bundesländer - Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein - bereiten sich darauf vor, diese Regelung "so bald wie möglich" durch eine andere zu ersetzen. "Die Details werden derzeit ausgearbeitet", heißt es in dem Bericht.
Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte im n-tv, er halte dies für einen schweren "Fehler". "Es gibt auch keinen medizinischen Grund, jetzt auf die Isolationspflicht zu verzichten", sagte er. Ihm zufolge kann ein schwerwiegenderer Coronavirus-Stamm noch immer nicht ausgeschlossen werden, was die Situation erneut verschlimmern würde. Der Minister erinnerte jedoch daran, dass die föderalen Einrichtungen ihre eigenen Regeln festlegen können, während das Kabinett nur Empfehlungen aussprechen kann. Bislang haben sich alle 16 Bundesländer an relativ einheitliche Regeln gehalten.
In den letzten 24 Stunden wurden in Deutschland 33.000 Infektionen registriert und 216 Menschen, die mit Covid ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sind gestorben.
Fast alle Coronavirus-Beschränkungen im Land sind inzwischen aufgehoben worden. Die Maskenregelung in öffentlichen Verkehrsmitteln, Kliniken und Krankenhäusern bleibt bestehen.