Britische Abgeordnete gab zum 30. Jahrestag des Massakers von Chodschali eine gemeinsame Erklärung ab
Wien / Dasfazit
12 Abgeordnete des britischen Parlaments gaben anlässlich des 30. Jahrestages des Massakers von Chodschali (Karabach, Aserbaidschan) eine gemeinsame Erklärung ab.
Die aserbaidschanische Botschaft in Großbritannien teilte Dasfazit mit, dass die Parlamentarier in ihrer Erklärung dem aserbaidschanischen Volk ihr Beileid aussprachen, insbesondere denen, die ihre Angehörigen infolge dieser Tragödie verloren haben, und auch ihre Solidarität mit dem aserbaidschanischen Volk zum Ausdruck brachten.
Die Verfasser der Erklärung bezeichneten das Massaker von Chodschali als eine der tragischsten Seiten in der jüngeren Geschichte Aserbaidschans. Sie erinnerten auch an das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 22. April 2010, in dem die Ereignisse in Chodschali als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet wurden.
In diesem Zusammenhang betont die Erklärung die Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht zu stärken, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.
Auch die britischen Parlamentarier begrüßten das Ende des Konflikts und äußerten die Hoffnung, dass Verhandlungen unter Einbeziehung aller interessierten Seiten in der Region zu einer vollständigen Normalisierung der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien führen werden.
Darüber hinaus stellt die Erklärung fest, dass in der Nachkriegsphase eine Reihe solcher Herausforderungen aufgetreten sind, wie die Minenräumung von Gebieten, die Wiederherstellung von Kommunikations- und Verkehrsverbindungen, die Abgrenzung und Markierung von Grenzen. Die Autoren des Dokuments forderten die britische Regierung auf, bei der Lösung dieser Probleme, einschließlich der Minenräumung, behilflich zu sein.
Diese Erklärung ist die erste gemeinsame Initiative der britischen Abgeordneten im Zusammenhang mit der Tragödie von Chodschali. Der Initiative schlossen sich Mitglieder des Unterhauses des britischen Parlaments Bob Blackman, David Duguid, Bob Seely, Matthew Offord, Dan Poulter, Mitglieder des House of Lords – Lord Risby, Lord Sheikh, Lord Kilclooney, Lord Hussain, Lord – Evans, Baroness Manzur und Lord Flight.
Am 25. und 26. Februar 1992 wurde von Armenier mit Unterstützung des in Khankendi (Karabach, Aserbaidschan) stationierten 366. motorisierten Schützenregiments (Russische Armee) ein Völkermord an der (aserbaidschanische) Bevölkerung der Stadt Chodschali verübt. Infolge des Massakers an Zivilisten wurden 613 Menschen getötet, 487 Zivilisten wurden durch Schusswunden behindert. 106 Frauen, 63 Kinder, 70 alte Menschen wurden getötet.
Acht Familien wurden vollständig zerstört, 25 Kinder verloren beide Elternteile, 130 - eines. In der Nacht der Tragödie wurden 1.275 Zivilisten als Geiseln genommen. Das Schicksal von 150 von ihnen ist noch unbekannt.